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Header-Bild Seifenblasen vor buntem Hintergrund. Text: Lydia G. Gajewsky, Harle-Coaching, Coaching und Seelenfürsorge

Moin zusammen!

Willkommen Ende Mai 2026!

Dieser plötzliche Wachstumsschub im Mai überrumpelt mich jedes Jahr aufs Neue. Kurz vorher sieht alles noch trist und grau und kahl aus - und dann pustet irgendeine gute Fee übers Land und wuschhhhhhh .... alles explodiert. Gras wächst über Nacht einen halben Zentimeter, Büsche und Hecken werden zu undurchdringlichen Dschungelgewächsen und Bäume spenden Schatten an Stellen, die letztes Jahr noch als ganztags vollsonniger Standort galten.

Vielleicht kennst Du ähnliche Frühlingsinvasionen - pack nochmal 100 % obendrauf - dann weißt Du, wie Wuchskraft auf ostfriesisch geht. Absolut ungebremste grüne Power, unerschütterlich wie der Norddeutsche an sich und geübt darin, Widerstände auszuhalten und sich an Herausforderungen anzupassen.

Am Straßenrand meines Grundstücks zeigt mir das gerade die Margarite, die sich dort einfach wild angesiedelt hat. Ihre Stängel reckt sie triumphierend 80 cm in die Höhe und lässt sich von vorbeibrausenden Autos und dem typischen Dauer-Wind, der manchmal an Hochhausschluchten in Manhattan erinnert, nicht einschüchtern. Tag für Tag aufs Neue wandert sie mit ihrem Gesicht dem Sonnenstand hinterher. Ein Wunder!

Ich mag hier gar nicht die vielen klugen Vergleiche aufzählen, die man zu Deinem oder meinem Leben ziehen kann. Mach das lieber selbst - wenn Du magst. Ich freue mich einfach an dieser frech fröhlichen Blüte und ihren Geschwistern.

Wilde Margariten am Straßenrand

Was mich gerade beschäftigt

Ich stelle fest: ich lebe in Wellen.
Ich wohne nah an der Nordsee - vielleicht färbt sie ab?

So sehen meine Lebenswellen aus:
Ich will malen. Unbedingt. Endlich mal wieder. Exzessiv. Drei Tage lang. Ein tiefer innerer Drang.
Dann reicht es mal wieder.
Dann will ich Singen und Gitarre spielen. Alle Liederbücher einmal durchspielen. Hornhaut an den Fingern züchten. Neue Lieder entdecken und ausprobieren. Schwelgen in Tönen.
Eine Woche, zwei Wochen ...
Dann ist es wieder vorbei.
Dann will ich Schreiben. Buch. Blog. Gedicht. Post. So viele Gedanken im Kopf - die wollen raus.
Bis es leer und ruhig dort drin wird.

Dann will ich Bewegung. Wandern. Schwimmen. Aquafit.
Dann verreisen.
Oder an der Website bauen - oder mit Canva Illustrationen machen - oder Kochen - ...
Voller Freude jedes Einzelne - mit ganzer Power, mit ganzem Ich.

Es fühlt sich an wie Wellen:
Die Mal-Lust kommt ... und geht ...
die Sing-Lust kommt ... und geht ...
und so kommen sie alle immer wieder - die Ideen und Projekte
und die Lebenslust, die pure Lust am Leben und Gestalten.

Ich lebe ein Luxus-Leben, das ist mir bewusst. Der Luxus des Rentnerinnen-Daseins und der Luxus tiefer innerer Zufriedenheit. Diese Bedingungen ermöglichen mir, auf meine Wünsche und meine Intuition zu hören und sie umzusetzen. 

Ebbe ... Flut ... Ich ...
ein Schwingen wie mein Atem ... ein ... aus ...
Bin ich selbst die Welle?

Ich stehe so gerne am Meer und schaue den Wellen zu.
Deshalb kann ich auch meinen eigenen Lebenswellen zuschauen und sie laufen lassen.
Dagegen ankämpfen geht ohnehin nicht - da wäre ich immer nur Verliererin.

Wellen im Licht

Sehn-Sucht

Kann man mit knapp 70 Jahren plötzlich Hitzewallungen entwickeln? Verspätete Wechseljahre vielleicht? Oder warum beziehe ich gerade jede Nacht dreimal das Bett neu und hole mir einen frischen Schlafanzug aus dem Schrank?

Definitiv lästig - aber nicht durch Hormone sondern durch Viren verursacht. Eine Erkältung ist zu Besuch gekommen, wie bei vielen - kurz nach dem Urlaub. Bei mir stammt sie allerdings nicht aus der Klimaanlage im Flieger, sondern ist irgendwie auf dem Landweg angereist.

Nun ja - erkältet sein verlernt man ja nicht - das ist wie Fahrradfahren oder Eis essen. Gehört zu den Kernkompetenzen, macht allerdings weniger Spaß. Ich habe das Beste draus gemacht - mir viel Hörbuch und viele kitschige Fernsehfilme gegönnt, nette Betreuung vom Herzensmensch genossen (inklusive Grießbrei kochen!) und Pläne losgelassen.

Letzteres war nicht so nett - denn der böse Infekt hat just am Abend vor dem geplanten Inselausflug nach Spiekeroog zugeschlagen. Das tat echt weh, noch dazu war das Wetter wirklich optimal. Das ungenutzte Fährticket liegt wie ein trauriges Überbleibsel hier herum und verstärkt meine Sehnsucht bei jedem Anblick ein bisschen mehr. Noch suche ich meine Akzeptanz damit ...

A propos "Sehn-Sucht" ... da steckt "Sucht" drin, das kommt von Suchen; und es steckt Sehnen drin, das kommt von der Sehne, von Spannung halten. Ist Sehnsucht ein Gefühl wie eine Sehne, die immer mehr gespannt wird, immer mehr gedehnt wird, weil ich nach etwas suche?

Im Körper wirken unsere Sehnen wie Stabilisatoren, damit Muskeln und Knochen gemeinsam das tun, wofür sie da sind: bewegen, beugen, strecken, tragen ... Dafür brauchen sie genau die richtige Spannung.

Vielleicht brauchen wir auch beim Suchen eine ausgewogene Spannung?
Vielleicht ist die Erfüllung jedes Sehnens gar nicht hilfreich?

Wenn Du auch Sehnsucht hast - zum Beispiel nach dem Meer oder ein paar Minuten Auszeit und Ruhe - dann habe ich hier was für Dich und Deine Ohren:
Fünf Minuten 
Fantasiereise zum Frühling am Meer

Mein Mai 2026

... möge Leichtigkeit atmen, das wünschte ich mir vor vier Wochen. Diesen Wunsch habe ich mir erfüllt.

Drei Wochen lang besuchten mich Freundinnen - jede Woche eine andere. Sie machten Urlaub in Ostfriesland, mit Familie oder Freunden. Unsere Begegnungen waren die kleinen Höhepunkte jeder Woche. Mal ein ausführlicher Stadt- und Strandspaziergang inklusive Schlosspark, Glockenspiel, Teezeremonie und wild lebenden Pfauen, mal saß ich nach mehr als 40 Jahren wieder an einem großen Klumpen Töpferlehm und erschuf eine Lichtkugel. In der dritten Woche gab es gemeinsames Frühstück und eine Spazierrunde auf Wegen ins Nirgendwo. Leider fand der geplante gemeinsame Spiekeroog Ausflug am nächsten Tag dann ohne mich statt. Das Virus war schneller.

Spontan sein, Impulse nutzen - das hat sehr gut geklappt im Mai. Ich ließ die Wellen kommen und gehen. Als das Licht gut war und ich mit meinem Spiegelbild halbwegs einverstanden, entstand sogar ganz ungeplant eine Serie Selfies. Endlich konnte ich meine Website und alle Profile mit aktuellen Bildern versorgen. Auf der To Do Liste stand das schon lange. 

Einen extra großen Schub Leichtigkeit bescherte mir das Loslassen meines Ehrenamtes als Aufsichtsratsvorsitzende nach drei Jahren. Die Übergabe an die neu Gewählten fühlt sich nach ganz viel Befreiung von Verantwortung an.

Mein Juni 2026

... hat einen ziemlich leeren Kalender - das ist grandios. Ich genieße jeden Tag aufs Neue das Luxusgefühl, Lebenslust und -freude entscheiden zu lassen, was gerade besonders wichtig ist, welche Welle gerade rollt.

Altar in der St. Nicolai Kirche

Neues vom Blog

Zwei neue Beiträge sind auf dem Blog gelandet:

Im ersten gehts um die fast vergessene Kunst des Däumchendrehens und um meine Kindheitserinnerungen dazu

und im zweiten um die Floskel "Alles gut" und was sie mit einer Familienfeier zu tun hat.

Beide Beiträge sind auch als Audioversion verfügbar.

Neues zu den Büchern

Das ist die Stelle für den Trommelwirbel und das Klirren des Sektgläser:

Buchprojekt 1 ist fertig.
Die Urlaubswochen habe ich unter anderem dafür genutzt, "Alles hat seine Zeit", das Arbeitsbuch zum Jahreswechsel, zu überarbeiten. Aus 58 Seiten Betaversion wurden 106 Seiten finale Ausgabe. Noch ein bisschen schöner, noch mehr Orientierung, Unterstützung und an-die-Hand-nehmen für die späteren Lesenden.

Es war ein großer Moment, als ich auf den "Senden" Button drückte und die Datei zum Drucken gab, denn meine innere Perfektionistin hätte gerne immer weiter an Illustrationen, Satzzeichen und Rechtschreibung herumgebastelt ... Aber "Alles hat seine Zeit" - und nun ist Zeit zum Drucken.

 

Jetzt, wo ich Projekt 1 losgelassen habe, habe ich die Hände frei für Neues und mein Schreiben an der Romanbiografie über meine Mutter fortgesetzt. Endlich. Gerade stecke ich in einem Kapitel über den Winter 1962/63. Es geht um die Beerdigung meines Großvaters. 

Stell dir vor, 100 Frost-Tage nacheinander. Der Rhein friert zu, auf einer Strecke von 80 km. Keine Kohlenkähne fahren mehr. Der Nachschub von Heizmaterial stockt, für so lange Zeit hat niemand vorgesorgt. Schule fällt aus, weil nicht mehr geheizt werden kann. „Kohleferien“.

Der Bodensee friert zu und wird freigegeben. Autos fahren darauf herum, ohne Grenzkontrolle in die Schweiz. Es schneit tagelang in großen Mengen. Nichts taut weg. Die Sterberate steigt stark an - und niemand kann bestattet werden, denn der Boden ist monatelang 50 cm tief gefroren. Presslufthämmer auf dem Friedhof - das will man nicht.

Hättest Du Dir das genauso anschaulich bei folgendem Text vorgestellt: der Winter 1962/1963 war der kälteste seit über 200 Jahren - und gilt als Jahrhundertwinter

Das Buch wird an vielen Stellen solche Details enthalten, es ist unglaublich spannend, historische Informationen mit persönlicher Geschichte zu verbinden. "Geschichten über Geschichte", so hätte ich mir meinen Geschichtsunterricht gewünscht. 

Die gute Idee zum Schluss

fällt heute mal wieder aus, denn der Lächel-Letter ist schon sehr lang geworden ...

Ausblick - zum drauf freuen

am 27. Juni kommt die nächste monatliche Portion Lebensfreude zu Dir. Genieß die Zeit bis dahin, die längsten Tage des Jahres liegen vor uns und laue Sommernächte laden zum Sternegucken ein.

Dir und Deinem Umfeld wünsche ich ganz viel Lebenslust und Lebensfreude und gutes Gespür, welche Welle Du gerade reiten möchtest oder welche an Dir vorbeilaufen darf.

Sei gut zu Dir und vergiss nicht:
Du bist wertvoll - Du bist einzigartig - Du bist ein Geschenk für die Welt! 
Schön, dass es Dich gibt!


Alles Liebe

          Lydia

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