Neues zu den Büchern
Das ist die Stelle für den Trommelwirbel und das Klirren des Sektgläser:
Buchprojekt 1 ist fertig. Die Urlaubswochen habe ich unter anderem dafür genutzt, "Alles hat seine Zeit", das Arbeitsbuch zum Jahreswechsel, zu überarbeiten. Aus 58 Seiten Betaversion wurden 106 Seiten finale Ausgabe. Noch ein bisschen schöner, noch mehr Orientierung, Unterstützung und an-die-Hand-nehmen für die späteren Lesenden.
Es war ein großer Moment, als ich auf den "Senden" Button drückte und die Datei zum Drucken gab, denn meine innere Perfektionistin hätte gerne immer weiter an Illustrationen, Satzzeichen und Rechtschreibung herumgebastelt ... Aber "Alles hat seine Zeit" - und nun ist Zeit zum Drucken.
Jetzt, wo ich Projekt 1 losgelassen habe, habe ich die Hände frei für Neues und mein Schreiben an der Romanbiografie über meine Mutter fortgesetzt. Endlich. Gerade stecke ich in einem Kapitel über den Winter 1962/63. Es geht um die Beerdigung meines Großvaters.
Stell dir vor, 100 Frost-Tage nacheinander. Der Rhein friert zu, auf einer Strecke von 80 km. Keine Kohlenkähne fahren mehr. Der Nachschub von Heizmaterial stockt, für so lange Zeit hat niemand vorgesorgt. Schule fällt aus, weil nicht mehr geheizt werden kann. „Kohleferien“.
Der Bodensee friert zu und wird freigegeben. Autos fahren darauf herum, ohne Grenzkontrolle in die Schweiz. Es schneit tagelang in großen Mengen. Nichts taut weg. Die Sterberate steigt stark an - und niemand kann bestattet werden, denn der Boden ist monatelang 50 cm tief gefroren. Presslufthämmer auf dem Friedhof - das will man nicht.
Hättest Du Dir das genauso anschaulich bei folgendem Text vorgestellt: der Winter 1962/1963 war der kälteste seit über 200 Jahren - und gilt als Jahrhundertwinter.
Das Buch wird an vielen Stellen solche Details enthalten, es ist unglaublich spannend, historische Informationen mit persönlicher Geschichte zu verbinden. "Geschichten über Geschichte", so hätte ich mir meinen Geschichtsunterricht gewünscht.
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