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Header-Bild Seifenblasen vor buntem Hintergrund. Text: Lydia G. Gajewsky, Harle-Coaching, Coaching und Seelenfürsorge

Moin zusammen!

Willkommen Ende August 2026!

Turbulente Wochen erlebe ich gerade; und wenn ich die letzten Lächel-Letter durchlese, ist das nicht zum ersten Mal so. Gehört offensichtlich ziemlich oft zu meinem Leben, auch wenn ich es nicht wahrhaben will und jedesmal glaube, über einen Ausnahmezustand zu sprechen und zu schreiben …

Besonders deutlich spüre ich die Turbulenzen direkt nach dem Aufwachen. Heute früh zum Beispiel (ich schreibe diese Zeilen an einem Sonntag) folgt auf das Wahrnehmen der Tageshelligkeit sofort ein kleiner Schreck. Ein “huch - es ist ja schon Sonntag - und ich muss diese Woche noch …” und schon geht das Kopfkino los. 

"Nein" setze ich energisch dagegen.
Ich muss im Moment eben nicht alles, was mir jetzt gerade einfällt.
Ich muss maximal erst einmal aufstehen, und selbst das ist am Sonntag sehr flexibel.

"Aber du solltest noch unbedingt..." klopft die nächste Katastrophenstimme im Kopf an.
"Nein! Schritt für Schritt, einen nach dem anderen!"

In meinem Kopf ist ein völlig unangemessener Gedanken-Sturm losgebrochen. Die ganze Welt dreht sich einmal auf links und wieder zurück und krempelt sich um sich selbst.

Ja - diese Woche ist prall gefüllt. Was da drin steckt, würde gut für ein Vierteljahr ausreichen. Und ich habe Angst, nicht alles zu schaffen, obwohl ich eigentlich gar nichts schaffen muss.

Kopfsteinpflaster in Lissabon


In Kopf und Bauch fühle ich mich jetzt schon vor dem Aufstehen durchgerüttelt wie auf einer Kopfsteinpflasterstraße; kaum in der Lage, geradeaus zu laufen auf diesen vielen glitschigen Pflastersteinen in der Morgenfeuchte …

Aha - mein Gehirn hat ein Alternativprogramm gestartet. Um mich von meinem Gejammer über herausfordernde Zeiten abzulenken, erzählt es mir nun Stories von Kopfsteinpflaster, das für mich mit guten Erinnerungen verknüpft ist:

  • In meiner Kindheit wohnten wir in einer Kopfsteinpflasterstraße. Auf jeder Rückkehr von einem Sonntagsausflug oder aus den Ferien weckte mich das vertraute Geräusch, das die Reifen auf dieser Straße produzierten, aus meinem Schlaf auf der Rückbank. Zuhause!
  • Vorletzte Woche war ich einen Tag lang in Marburg. Ich liebe diese Stadt, die mit guten Erinnerungen gespickt ist und sehr viele Kopfsteinpflasterstraßen hat.
  • Eine Steigerung sind die unübertroffen schön gepflasterten Plätze und Straßen in Lissabon. Kunstwerke, über die ich sooo gerne gegangen bin.

Das Umschalten von Stress auf schöne Gedanken hat mein Gehirn mal wieder gut hinbekommen - das lähmende "muss" und der Sturm im Kopf haben sich davongestohlen.

Marburg mit dem Gaukler über der Straße

Was mich gerade beschäftigt

Glück bedeutet für jede/n etwas Anderes. Während der eine vom Lottogewinn träumt, ist es für die andere die erfolgreiche Krebsbehandlung. Ein dritter sieht sein Glück in einer harmonisch zusammenlebenden Großfamilie. Manchmal reicht sogar schon der gelungene Umstieg in einen Anschlusszug für ein Glücksgefühl aus. Glück ist nämlich rein subjektiv.

Letzte Woche ist mir gleich mehrmals das Glück begegnet

Zuerst in der Frage von Jasmin, ob man Glück trainieren kann. Die brachte mich ins Grübeln. Sollen wir jetzt auch noch unsere Gefühle optimieren? Ist es möglich, Glücksgefühle aktiv zu „trainieren“, als sei alles machbar und erreichbar? Muss Glück erarbeitet und verdient werden? Fällt das Glück wirklich nur dem Tüchtigen zu, wie es uns ein altes Sprichwort lehren will?

Ich fühle mich mit diesen Gedanken nicht wohl; meine Abwandlung des Satzes wäre „zufrieden sein kann man trainieren“ oder „sich glücklich fühlen kann man lernen“. Glück ist für mich ein großes Ganzes und nicht „herstellbar“. Es kann nur in kleinen Puzzle-Stücken "entdeckt" werden; die Aufmerksamkeit für diese Entdeckungen, die können wir trainieren.



Eine große Portion Glück

... begegnete mir in meiner ersten Online Vorlesestube. Ein glückliches Zusammentreffen von neun Menschen, die mit Buchstabenzauber einen Wohlfühlabend gestalteten. Angelika las aus ihrem Buch über Glückliches Leben vor und Kerstin ihr Märchen über das Glückshemd. Es gab Geschichten aus fernen Ländern und aus anderen Zeiten.


Glücklich waren am Ende alle: die sechs Vorleserinnen, weil sie ihre Geschichten und Texte mit aufmerksam Lauschenden teilen konnten, und alle Zuhörerinnen über neue Inspiration und Herzenswärme. Alle gingen beschenkt "nach hause". 
Fortsetzung folgt, an jedem Zwanzigsten ab 19 Uhr.


Und mein eigenes Glück, wo bleibt das gerade?

Rollt es mir als Glücks-Cent vor die Füße oder entdecke ich mein Glück in kleinen Alltagsdingen?Kann ich das, was mir passiert, als Glück begreifen?

Aktuell scheint sich mein Wunsch zu erfüllen, die Zeit im Aushilfsjob zu verringern oder sogar ganz zu beenden und dann mehr Zeit zum Schreiben zu haben. Ich arbeite jemanden ein - wer weiß, welche gute Lösung sich daraus ergibt. Bisher fühlt es sich noch nicht nach Glück an, die Veränderung will erst einmal einsortiert werden und das Wieder-Loslassen geübt. Es fehlt sozusagen mein Glücks-Stempel darauf. 

Ich glaube nicht, dass man Glück trainieren kann. Ich glaube, ausschlaggebend ist tatsächlich, wie wir eine Situation und unser Erleben definieren.


Vielleicht schaut so das kleine Glück aus

  • direkt neben der Ferienwohnung, in der ich im August eine Woche verbrachte, eine Tapas-Bar vorfinden. 5 Stufen zum Glück, zu leckerstem Essen und Wein

  • witzige Postkarten entdecken und Freude per Schneckenpost weiterverteilen

  • beim Tagesausflug nach Marburg eine Stadtrundfahrt vom Feinsten erwischen mit einer Bimmelbahn durch die Kopfsteinpflasterstraßen und toll aufbereiteter Information über die Lautsprecher


Und dann gibt es ja auch noch das große Glück

Das begegnet mir am kommenden Wochenende in Form einer neuen Verbindung, bei der Feier einer Hochzeit in der Familie. Es werden sooooo viele Glücks-Wünsche durch die Luft fliegen, bestimmt nimmt jeder Gast auch ein Stück Glück mit nach hause.

 

Die Frage zum Weiterdenken

Finden wir das Glück oder findet uns das Glück? Wie funktioniert das eigentlich?

das kleine Glück in der Tapasbar

Mein August 2026

... war mit glücklichen Stunden und Tagen gefüllt: Familienzeit, Stadtfest in Kassel, Töpfern von eigenem Geschirr, einen Segensbaum als Hochzeitsgeschenk gestalten, viel schreiben ...

Mein September 2026

... beginnt, wenn alles gut geht, mit einem Klassentreffen in Kassel. "Goldenes Abitur" haben die Initiatorinnen es genannt. Ich bin gespannt!

Am Zwanzigsten ab 19 Uhr gibt es die nächste Online Vorlesestube. Hüpf einfach mit rein, wenn Du Zeit hast und Lust an guten Texten. Bring Dein selbst Geschriebenes mit oder komm einfach zum Zuhören mit dazu. Glücksgefühle können nicht ausgeschlossen werden.

Den Zugangslink und weitere infos findest Du hier

Wassermelonen

Neues und Altes vom Blog

ganz frisch von der letzten Blognacht:
eine Rückblende ins Jahr 1974, Pilgern nach Rom: Wertvoll

zum Thema Glück ein Beitrag aus Februar 2025: Lieber glücklich als zufrieden
den gibt es auch zum Anhören (7:12 Min.)

und wieder ein Schätzchen aus dem alten Blog aus Oktober 2014: Schmunzeln macht glücklich

Straßenschild für Straßencafe

Neues zu den Büchern

  • Ende September geht es nach Hannover. Das Buch "Gefühlsduselei", für das ich über "beflügelt" geschrieben habe, wird im Beisein der AutorInnen aus der Druckerpresse laufen. Ein Launch-Fest ist geplant! Ich freue mich auf das Live-Treffen mit den vielen anderen Schreibenden. Und natürlich auf das Buch.

  • Letzte Woche habe ich meinen Beitrag für den Wettbewerb "Zerbröseln" abgeschickt. Die 40 besten Einsendungen werden zu einer Anthologie zusammengestellt. Einsendeschluss ist am 6. September, jedoch fällt die Entscheidung erst im Februar 2027. Da heißt es geduldig sein und warten. Drück mir die Daumen - vielleicht bin ich dabei!

  • Wieder ausgegraben habe ich für die Vorlesestube mein Reisetagebuch aus 2003 über Sri Lanka. Die Texte sind gut, habe ich festgestellt. Vielleicht gibt das doch mal ein kleines book on demand? oder lieber eine Hör-Serie auf soundcloud? Wer weiß ...

Die gute Idee zum Schluss

Ich mag es kaum laut denken, aber nur noch drei Monate und ein paar Tage trennen uns vom Start in den Advent und dem Beginn der Sperrnächte. Schon acht Monate dieses Jahres liegen hinter uns; wir haben in dieser Zeit viel erlebt, eine Menge gelernt, sind gewachsen, haben gelacht und geweint, waren verzweifelt und manchmal auch richtig glücklich.

Vielleicht waren es nur kleine Glücksmomente, aber es ist wichtig, gerade diese zu bewahren und anzuschauen. Damit wir uns bewusst sind und bleiben, wieviel Gutes in unserem Leben passiert, neben all dem Schrecklichen und den Dingen, die uns heraus- und überfordern. Auf dieser Basis können wir unsere Zukunft bewusster gestalten und zuversichtlicher in ein Neues Jahr starten.

Über die Sommerzeit ist es still geworden in meinem kleinen Buch-Shop. Jetzt rühre ich wieder die Werbetrommel für mein Arbeitsbuch zum Jahreswechsel: ALLES HAT SEINE ZEIT.

Es begleitet Dich beim Entdecken der Edelsteine, Bausteine und auch Stolpersteine in 2026, die Dein Leben so wertvoll machen, dass Du daran wachsen kannst.

Übrigens ist es auch bestens geeignet als kalorienfreier Adventskalender zum Verschenken für kreative Menschen! ;-)

Ausblick - zum drauf freuen

am 27. September kommt die nächste monatliche Portion Lebensfreude zu Dir. Und dann ist es nicht mehr weit, bis die Lebkuchen ausverkauft sind ....

Sei nett zu Dir, spüre die kleinen Glücksmomente auf und vergiss nicht: Du bist ein Geschenk für die Welt! Schön, dass es Dich gibt!


Alles Liebe

          Lydia

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