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Header-Bild Seifenblasen vor buntem Hintergrund. Text: Lydia G. Gajewsky, Harle-Coaching, Coaching und Seelenfürsorge

Moin zusammen!

Willkommen Ende Juli 2026!

Als ich am Sonntag vor zwei Wochen durch eine Fußgängerzone schlenderte, stieg mir auf einem gepflasterten runden Platz ein eigenwilliger Duft in die Nase. Regelrecht betörend, das kannte ich doch von irgendwoher. Gerade eben noch war das Aroma des Amarena-Eisbechers präsent, den ich mir zusammen mit einem doppelten Espresso in der Eisdiele gegönnt hatte. Mein erstes Eisdielen-Eis in diesem Sommer - das ließ mich auch über den Preis hinwegblinzeln.

Während ich genüsslich die halb gefrorene Sahne und die knackigen Kirschen aus dem Becher löffelte, pladderte draußen der nächste Regenschauer herunter. Gut, dass ich mit Regenjacke und Schirm ausgerüstet war, aber sehr schade für den Töpfermarkt, der an diesem Wochenende die ganze Innenstadt belebte. Die Aussicht auf 50 Aussteller hatte mich hierher gelockt, trotz einer Stunde Anreise und Regenwetter.

Aber ich schweife ab - es ging ja um den betörenden Duft. Auf der Suche nach seinem Ursprung schaute ich mich zuerst um und dann nach oben und entdeckte, dass ich unter einer Linde stand. In voller Blüte verschenkte sie ihren Duft. Meine Nase liebt ihn. Er schmeichelt und beruhigt die Schleimhäute, wenn sie allergiebedingt mal wieder etwas strapaziert sind.

Ich entdeckte, dass sie in guter Gesellschaft war. Mindestens 10 weitere große, alte Lindenbäume bildeten gemeinsam mit ihr einen Ring um den Platz, majestätisch und gleichzeitig beruhigend.

Ich dachte an den Lindenbaum in meinem Garten. Über 100 Jahre alt war er geworden, bis ihn vor acht Jahren ein Sturm fällte. Sein Duft und sein Schatten fehlen mir sehr.

mein alter Lindenbaum im Garten

Während ich den Linden-Kreis betrachte, stelle ich fest, dass ich seit langer Zeit nicht mehr bewusst nach oben geschaut habe. Spontan fällt mir ein Text aus der Bibel ein, in dem es um das nach oben schauen geht und um Trost. Zuhause schaue ich nach - es ist Psalm 23: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen - meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat."

Durch den Blick nach oben Kraft schöpfen und Unterstützung erhalten, funktioniert auch bei mir. Schade, dass ich es so selten nutze. Insbesondere wenn es mir mal nicht so gut geht, wäre es doch ein guter Tipp, den Blick etwas zu heben. Im Laufe des Sonntags-Spaziergangs durch die regnerische Stadt und über den Markt wandern meine Augen immer höher und entdecken an den Häusern Verzierungen, Ornamente, alte Inschriften - es tut mir gut, meinen Blickwinkel zu verändern.

Töpfermarkt, Lindenbäume und meinen Spaziergang erlebte ich übrigens in der Stadt Leer - und mein Ausflug dorthin war eine wohltuende kleine Auszeit für Körper, Geist und Seele.

Was mich gerade beschäftigt

Ich bin über das Wort Leere gestolpert. Ist Leere positiv oder negativ?

Was löst das Wort in Dir aus? 

Ich denke an ein leeres Blatt, leere Felder, Leere im Kopf, im Termin-Kalender; an leere Speicherseen und Energiespeicher. 

Ganz unterschiedliche Bilder entstehen in meinem Kopf.

- Ein Beet ist leer, weil es frisch vorbereitet wurde für die Aussaat, hier werden demnächst Radieschen und Möhren wachsen, ich spüre Vorfreude und Aufbruch im Frühling.
- Ein anderes Beet ist abgeerntet und leer, alle Salatköpfe und Gurken sind gegessen, Dankbarkeit, Zufriedenheit und Rückzug stehen im Mittelpunkt.

Der leere Kalender ist für mich ein Entspannungssignal - für andere ein Warnzeichen wegen fehlender Aufträge.

Leere kann völlig verschiedene Gefühle auslösen.
Ein Zimmer ist leer, weil jemand ausgezogen ist - das verbreitet vielleicht Wehmut und Trauer;
oder es ist frisch vorbereitet für ein neues Familienmitglied und man riecht förmlich Hoffnung, Erwartung und Neugier.

Und dann gibt es noch Leere im Portemonnaie, es gibt leere Gespräche, hohle Worte, leere Beziehungen und es gibt Leere im Kopf. Die hatte ich in den letzten Tagen, als ich eigentlich diesen Brief für Dich entwerfen wollte.

Darf ich Dir noch ein paar meiner ganz besonders schrägen Gedanken zumuten?

Sind Seifenblasen eigentlich innen auch leer?
Oder gilt eine Füllung mit Luft nicht als "leer" sondern müsste es dafür ein Vakuum sein?
Ach ja - und da gibt es ja auch noch die Sache mit dem halbvollen Glas - gibt es eigentlich auch halbleere Gläser? 

Soll ich jetzt auch noch über Mathelehrer und Schieblehren schreiben? über den feinen Unterschied der Buchstaben "e" und "h" in diesem Wort? Nein, lieber nicht....

Wiesenblumen

Mein Juli 2026

... war angenehm unspektakulär und bunt gefüllt mit schönen Inhalten, taugt aber nicht als Newsletterthema.

Mein August 2026

... soll wohl ein Reisemonat werden. In wenigen Tagen werde ich endlich mal wieder ein Abenteuer mit der Bahn starten. Das hat schon öfter Stoff für eine Bloggeschichte ergeben - schaun wir mal wie es diesmal wird.

Neues vom Blog

Auf meinem "normalen" Blog ist nichts Neues von mir erschienen. Ein bisschen Lesestoff habe ich dennoch für Dich:

- Anita Sterr hat schon mehrere Blogbeiträge als Gastautorin beigesteuert.
Diesmal erzählt sie von einem Lebenshof


- In 2014 hatte ich schon mal mit Blogschreiben begonnen. Auf einer kostenfreien Plattform, die deshalb allerdings Werbung in die Beiträge einblendet. Die "alten" Geschichten sind aber wirklich zauberhaft und immer noch aktuell.
Den Blog habe ich wieder ans Tageslicht geholt und stelle Dir hier eine kleine Kostprobe über Missverständnisse vor. Passenderweise geht es ebenfalls um einen einzigen kleinen Buchstaben.

Bevorstehendes Gewitter über Bad Nauheim

Neues zu den Büchern

Ein paar Sätze habe ich am Buch über meine Mutter geschrieben - und darauf herumgedacht, wie ich die einzelnen Episoden zu einem guten roten Faden zusammenführen kann. Der Gedanke reift noch vor sich hin - wie die Pflaumen und Äpfel im Garten.
Auch über die kleinen Buch-Schwestern, die Geschichtenbücher mit Sammlungen von dem, was schon da ist, denke ich immer mal wieder nach - aber so richtig in Schwung kommt das alles gerade nicht.  

Wie gut, dass das erste Buch schon fertig ist. Die Bestellungen trudeln nach meinem Werbeblock im letzten Brief nach und nach ein und es entsteht beim Widmung schreiben und Versenden vorerst kein Stress - so darf es weitergehn!

Ich bin nicht besonders gut darin, für mich selbst die Werbetrommel zu rühren, wenn Du mir mit Empfehlungen ein bisschen unter die Arme greifen magst, bin ich Dir sehr dankbar!

Die gute Idee zum Schluss

Ganz begeistert teile ich meine neueste, taufrische Idee mit Dir. Ich wurde immer wieder mal nach Online-Veranstaltungen gefragt, weil Ostfriesland von vielen Orten aus ziemlich weit entfernt ist. Für ein Webinar mit Wissensvermittlung fehlt mir im Moment die Ruhe und Vorbereitungs-Zeit, denn der Job in der Physiopraxis benötigt ein ganzes Stück meiner Zeit und Energie.

Auf der Suche nach einem passenden Format und Inhalt ist nun die Online-Vorlesestube entstanden. In meinem Online-Bekanntenkreis schreiben viele an Blogartikeln, Geschichten oder auch Büchern. Und die meisten haben nie die Gelegenheit, ihre Werke auch jemandem vorzustellen. Eine eigene Autorenlesung zu organisieren ist meist einfach eine Nummer "zu groß".

Andererseits gibt es immer mehr InteressentInnen für Audio-Versionen von Blogbeiträgen und Newslettern. Die Stimme des Autors unterstreicht das selbst Geschriebene noch einmal ganz besonders. 
Da ich selbst zu den Schreibenden gehöre und gerne meine Texte verbreite, ist meine Idee nicht ganz uneigennützig.

Ich knüpfe an die Tradition von Strickstuben an, wo man früher abends mit Handarbeiten beieinander saß und Geschichten erzählte.


Deshalb gibt es jetzt die Online-Vorlesestube.

Kostenlos, jeden Monat am Zwanzigsten ab 19 Uhr.
Ohne Anmeldung, einfach kommen und zuhören oder vorlesen oder beides.

Der erste Termin ist am Donnerstag 20. August ab 19 Uhr.

Wenn Du mehr wissen möchtest, schau auf meine Website: lydia-gajewsky.de/vorlesestube/
Dort findest Du auch den Zoom-Link und weitere Infos. Ich freue mich, wenn wir uns sehen und hören!

Ausblick - zum drauf freuen

am 27. August kommt die nächste monatliche Portion Lebensfreude zu Dir.
An den darauffolgenden Tagen gibt es in meiner Familie eine Hochzeitsfeier - .....

Zum Schluss komme ich nochmal kurz auf die oben erwähnte Lehre zurück, nämlich auf das, was uns die Natur lehrt.
Ich erzählte oben von der Lücke im Garten, die der Lindenbaum hinterließ.
Zunächst war da Leere. Inzwischen hat die Natur das geändert. Frische Triebe aus der Lindenwurzel und von Vögeln ausgesäte kleine Eichenbäume haben einen Miniatur-Wald entstehen lassen ... Wundervoll! Die Natur ist ein großartiger Lehrmeister!

Sei gut zu Dir und vergiss nicht: Du bist ein Geschenk für die Welt! 
Schön, dass es Dich gibt!


Alles Liebe

          Lydia

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