Du liest den Lächel Letter lieber im Browser? Dann klick bitte hier
Header-Bild Seifenblasen vor buntem Hintergrund. Text: Lydia G. Gajewsky, Harle-Coaching, Coaching und Seelenfürsorge

Moin zusammen!

Willkommen am Ende des März 2026!

Endlich kein Schnee mehr,
endlich Schneeglöckchen, Osterglocken, Tulpen, blühende Sträucher ...

Und eine rote Rose. 
 
Sie stammt aus einem 10er Pack vom Supermarkt. Am Tag vor dem Valentinstag im Vorbeigehen mitgenommen für kleines Geld. Ich brachte sie meinem Herzensmenschen in die Klinik mit. Täglich eine, täglich neu. Es ist schon immer ein Ritual bei uns, dass ich ihm ab und an eine Rose mitbringe. Sonst allerdings nicht täglich.

Die ersten fünf Rosen landeten so in der Klinik; das Pflegepersonal werde langsam schon neidisch, sagte er mir. Dann wurde er nach Hause entlassen und wir erfreuten uns an den verbliebenen 5 gemeinsam. Nach und nach ließen sie den Kopf hängen und verabschiedeten sich von uns.

Eine letzte blieb ungewöhnlich lange, als wolle sie die Genesung auch weiterhin unterstützen und begleiten. Viereinhalb Wochen verbrachte sie mit aufrechtem Kopf in unserer Küche. Dann ging auch ihr die Puste aus. Täglich hatte sie uns an die zurückliegende herausfordernde Zeit erinnert und daran, wie dankbar wir jeden Tag für die Fortschritte sein können.
 
Jetzt weißt du also auch, dass es mir besser geht, dass Lichtblicke die großen Herausforderungen verdrängt haben und ich wieder aufatmen kann. 
Rosenblüte

Von meinem Jahresmotto und meiner Blogparade habe ich ja schon in den letzten Newslettern erzählt. Nun ist mein eigener Blogbeitrag "Frieden - was ist das und wie geht das?" fertig geworden und veröffentlicht.

Einige Gedanken daraus stelle ich dir in diesem Newsletter vor.

Hast du schon mal von "positivem" und "negativem" Frieden gehört oder gelesen? Die Begriffe gehen auf den norwegischen Soziologen Johan Galtung zurück.

Negativen Frieden definiert er so: Kein offener Krieg, keine direkte Gewalt; jedoch durchaus weiterhin Ungerechtigkeit, Unterdrückung, Angst und tiefe Konflikte.
=> Zwar „nicht-mehr-kämpfen“ jedoch noch kein „gut-miteinander-leben“. Konflikte werden ignoriert und totgeschwiegen, schwelen aber weiter.

Positiver Frieden bezeichnet einen Zustand fairer Beziehungen mit sozialer Gerechtigkeit und Mitbestimmung. Das erfordert einen aktiven, lebendigen Prozess mit Respekt und Vertrauen
und den Abbau  struktureller Gewalt (z. B. Armut, Diskriminierung, Ausgrenzung).
=> Konflikte dürfen existieren, mit ihnen wird gewaltfrei, konstruktiv und dialogisch umgegangen.

Ein paar Fragen für Dich zum persönlichen Weiterdenken:
– Sind Diskutieren unterschiedlicher Standpunkte und engagiertes Streiten grundsätzlich negativ?
– Sollen unsere Kinder eher konfliktvermeidende oder konfliktfähige Menschen werden?
– Wer trägt mehr zum Frieden bei, Friedensstifter oder Friedfertige?

Auf LinkedIn begegnete mir ein Verweis auf Astrid Lindgrens Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1978. Sie zeigt eine hoffnungsvolle Perspektive, wie wir dem Frieden näherkommen können.

Lindgren stellte in dieser Rede die einfache, aber tiefgehende Frage: Wie kann eine friedliche Welt entstehen, wenn Menschen in Angst, Gewalt oder Missachtung aufwachsen?“ Mich fasziniert ihr Gedanke, dass der Schlüssel zu einer friedlicheren Welt in der Erziehung zum Frieden liegt, genauer gesagt darin, wir wir als Vorbilder auf unsere Kinder einwirken.

Überall lernt man nur von dem, den man liebt“ ist ihr Kernsatz dazu.

Einleuchtend stellt sie dar, dass Erziehung, die darauf abzielt, den Willen des Kindes zu brechen, ihm Gehorsam beizubringen, es einzuordnen in die Gesellschaft, Menschen formt, die ihrerseits wieder Gehorsam und Gewalt als angemessenes Verhalten bewerten. Eine endlose Spirale.

Ihre Hoffnung ist, dass in Zukunft nicht nur Menschen in Regierungs- und Machtpositionen gelangen, die mehrheitlich destruktive Muster erlebt und erlernt haben, sondern endlich auch einmal die, welche mit Liebe aufwachsen konnten.

Ich finde diesen Gedanken ermutigend und tröstend, denn er zeigt eine Möglichkeit auf, dass sich das Blatt wenden kann und wir darauf Einfluss haben.

Ich empfehle, die Rede von Astrid Lindgren im Ganzen zu lesen – insbesondere die Geschichte am Schluss über den Stein auf dem Küchenbord birgt noch einmal neue Impulse für den Alltag.


Mit wem hast Du eigentlich zuletzt über Frieden gesprochen?
Oder vielleicht war es auch bei Dir ein Selbstgespräch?

Ich teile mein Selbstgespräch von vorletzter Woche mit Dir. Darin tauchte erneut mein Jahresmotto "Wohlwollen" auf.


– Kommt Frieden von zufrieden sein?

– Ist vielleicht die eigene Zufriedenheit Voraussetzung für Frieden miteinander?
– Ist die Unzufriedenheit vieler Menschen der Grund, warum Frieden immer schwieriger gelingt?
– Können Menschen, die (mit sich selbst) nicht zufrieden sind, überhaupt an Konfliktlösungen mitwirken?

Falls das so ist
– wie werde ich selbst zufrieden, damit ich am Frieden für andere mitwirken kann? 

Wie wäre es mit Wohlwollen...
Darüber habe ich vor einem Monat viel erzählt, heute halte ich es deshalb kurz.

Im Umgang mit anderen bedeutet es für mich:
– unvoreingenommen zu begegnen,
– Vorschuss-Vertrauen zu gewähren,
– grundsätzlich gute Absicht zu vermuten
und immer davon auszugehen, gemeinsam gute Konflikt-Lösungen zu finden.

So könnte Raum für kreative Ideen, Unterstützung und Frieden entstehen, weil Streit keinen Anknüpfungspunkt mehr findet. So wird Wohlwollen auch zum Schlüssel, Frieden mit anderen schließen zu können.

Meine Bitte:
Lass uns diesen Dreischritt von Wohlwollen – Zufriedenheit – Frieden ins Auge fassen und schauen, wo wir in unserem Alltag Anknüpfungspunkte dafür finden und welche kleinen Baby-Schritte wir auf diesem Pfad gehen können.

Ich schließe diese Gedanken über Frieden mit einem Senryu ab. Das ist eine Sonderform des Haiku, eines japanischen Kurzgedichtes. Wenn es dich interessiert, kannst Du ja mal ein wenig darüber recherchieren.

So geht meins:

Der Weg zum Frieden
fängt im eignen Herzen an –
Vorsicht – nicht stolpern!

Aufruf zum Frieden

Mein März 2026

... hat Frühling gebracht.

Im Garten und auch in meinem Herzen, an der Sorgenfront. Du hast es oben schon gelesen.

Der Vortrag bei den Landfrauen über "Freundschaft mit sich selbst" ist sehr gut angekommen. Die 60 Teilnehmerinnen haben sich für viele neue Impulse bedankt und ich habe tolle neue Menschen kennengelernt.

Bei den Vorbereitungen entdeckte ich eine neue Geschichte - die gibt es heute auch für Dich - als gute Idee zum Schluss.

Neues vom Blog

Für meine #Blogparade #Frieden_2026  sind inzwischen 12 Beiträge eingegangen. Bis zum Abschluss an Ostermontag sind noch ein paar Tage Zeit, vielleicht kommt ja noch der eine oder andere dazu.
Meinen eigenen Beitrag habe ich oben bereits kurz erwähnt. Hier ist der Link dazu "Frieden - was ist das und wie geht das?"


Leicht und locker liest sich mein Beitrag über eine geschenkte Stunde - ganz passend zu diesem Wochenende, an dem wir alle eine Stunde "schneller leben müssen" - und uns umso mehr nach einer geschenkten Stunde sehnen.

Aktuell schreibe ich an einem Beitrag über Spiritualität und plane eventuell wieder eine kleine Serie über Themen rund um Ostern. Wenn Dich das interessiert, kannst Du ja einfach mal zwischendurch auf meinem Blog vorbeischauen.

Uhr in Tirol

Neues zu den Büchern

... gibt es gerade nicht

 

Die gute Idee zum Schluss

Anfang März lernte ich Punchinello kennen; seine Geschichte möchte ich dir heute als Schluss-Impuls mitgeben. Geschrieben hat sie Max Lucado.

In einem kleinen Dorf leben schon seit vielen Jahrhunderten die Wemmicks. Sie sind Holzpuppen und haben eine besonders merkwürdige Angewohnheit; sie laufen nämlich herum und kleben sich gegenseitig Aufkleber an.

Goldene Sterne für die, die etwas besonders gut können, schön aussehen oder schnell laufen
können. Oder klug reden.Und graue Punkte für die anderen. Für die, die stolpern, die Fehler machen. Oder einfach nicht besonders beeindruckend wirken.

Eine dieser Holzpuppen heißt Punchinello. Er bekommt besonders viele graue Punkte. Weil er oft hinfällt, weil seine Farbe schon ein bisschen abgeblättert ist und weil er manchmal nicht weiß, was er sagen soll. Mit der Zeit glaubt Punchinello selbst, dass mit ihm etwas nicht stimmt.

Bis er eines Tages Anna, eine andere Holzpuppe, trifft. An ihr kleben weder Sterne noch Punkte.
„Wie machst du das?“, fragt Punchinello erstaunt. „Ganz einfach“, sagt sie. „Ich gehe jeden Tag zu Eli, dem Holzschnitzer, der uns gemacht hat.“

Also geht Punchinello auch zu Eli. Der schaut ihn an, lächelt und sagt:„Die Aufkleber zählen nicht. Sie bleiben nur kleben, wenn du ihnen glaubst.“ Und als Punchinello das hört, fällt ihm plötzlich ein grauer Punkt von der Schulter. Und als nächstes purzelt einer vom rechten Arm herunter, … und viele andere folgen nach und nach ...

Vielleicht ist es bei uns Menschen ähnlich. Auch wir sammeln im Laufe unseres Lebens viele „Aufkleber“ – Bewertungen, Erwartungen, Selbstkritik. Und irgendwann glauben wir, dass sie etwas über unseren Wert sagen.

Zufrieden sein mit sich selbst beginnt vielleicht genau dort, wo wir anfangen, diesen Aufklebern nicht mehr alles zu glauben.

Ausblick - zum drauf freuen

am 27. April kommt der nächste Lächel-Letter zu Dir.
Deine monatliche Portion Lebensfreude!

Freu Dich drauf!

Falls meine Pläne wahr werden, sitze ich dann auf einem gepackten Koffer, denn am nächsten Tag will ich endlich wieder einmal in die Steiermark fahren. Schaun wir mal, welche Überraschungen das Leben bis dahin für mich bereit hält. ;-) 

Dir und Deinem Umfeld wünsche ich viel Wohlwollen, damit Zufriedenheit und Frieden wachsen können.

"Stell dir vor, es wird Frieden - und alle machen mit!"


Alles Liebe

          Lydia

Du möchtest häufiger etwas von mir lesen?
Zum Beispiel meine Seele-Auftanken Newsletter oder Hinweise auf neue Blogbeiträge?
Dann verbinde Dich doch mit mir auf LinkedIn.

Du hast einen Fehler gefunden?
Freu Dich! Jeder Fehler ist ein geschenktes Lächeln 😉

💚 Ich freue mich, dass Du hier dabei bist
Wenn Dir mein Lächel-Letter gefällt, dann verschenk ihn doch weiter.
 

Hast Du jetzt ein Lächeln im Gesicht oder nimmst eine Inspiration aus dem Letter mit?
Dann kannst Du mir ja einen virtuellen Cappuccino ausgeben. ☕

Bis wir uns mal live treffen – dann zahle ich den Kaffee. Versprochen!

Hast Du diese E-Mail durch Weiterleitung erhalten?
Wenn Du keine Lächel-Letter mehr (an: susanne-sprenger@t-online.de) erhalten möchtest,
kannst Du Dich jederzeit abmelden.
 
 
Lydia G. Gajewsky | Carolinensieler Straße 19 | 26409 Wittmund | Deutschland | +49(0)176 6417 6416 | info@lydia-gajewsky.de | https://www.lydia-gajewsky.de |