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Header-Bild Seifenblasen vor buntem Hintergrund. Text: Lydia G. Gajewsky, Harle-Coaching, Coaching und Seelenfürsorge

Veränderungen - zwischen Sehnsucht und Sorge


Moin zusammen,


Gönn Dir eine Minute zum Innehalten, zum Runterkommen, zum Ankommen im Thema  ...
ich schenke Dir ein paar ruhige Gedanken ...

Du atmest ein und atmest aus.

In jeder Sekunde ist etwas anders.

Dein Einatmen und dein Ausatmen ist genauso eine dauernde Veränderungs-Bewegung wie Ebbe und Flut oder Tag und Nacht.

Und dennoch ist kein Ein-Atem derselbe wie der vorherige; andere Moleküle werden eingeatmet, andere Zellen angesprochen.

Die Sonne bescheint am nächsten Tag einen anderen Tag.

Alles bewegt sich scheinbar nur im Kreis und ist dennoch jedes Mal neu.

Und es gibt keinen Stillstand. Nie.

Es gibt immer nur Veränderung, weil Leben Bewegung ist.

Veränderungen, die wiederkehrend hin und her schwingen wie ein Pendel.

Und andere Veränderungen mit einem Ziel, einer Richtung, einer Verwandlung.

Strandhafer

Das Schöne in Veränderungen finden

Veränderung ist der natürliche Rhythmus des Lebens; unser gesamtes Leben besteht daraus.

Wir sehen es bei den Jahreszeiten, am Sonnenstand, beim Wachsen und auch beim Altern.
Unser Alltag ist voll davon – in Beruf und Familie, im wissenschaftlichen und technischen Fortschritt - und auch in unserem Körper.

Libellen und Schmetterlinge sind tolle Beispiele - vom Ei zur Raupe oder Larve, zur Puppe und dann kommt ein Schmetterling oder eben eine Libelle dabei heraus.

In einem früheren Lebensabschnitt wohnte ich in einem Haus mit wunderschönem Garten und selbst angelegtem, lebendigen Gartenteich. Ich liebte es, die Pflanzen und Tiere, die dort zuwanderten, zu beobachten.

Wenn ich am Wasserrand arbeitete und Pflanzen neu einsetzte oder zurückschnitt, dann wurde ich manches Mal in die Finger gezwickt. Beim ersten Mal bin ich sehr erschrocken, weil ich mir nicht erklären konnte, welches Tier da in meinem Teich wohnte. Ich fand heraus, dass es die räuberischen Larven der Libellen waren, die tatsächlich schmerzhaft beißen. Unscheinbare schlammfarbene Geschöpfe, die keinen Schönheitspreis gewinnen würden. Sie häuten sich mehrfach während des Wachstums und ich fand immer wieder leere Panzer am Wasserrand treibend.

Eines Abends saß ich unter dem Walnussbaum auf meiner Bank am Teich. Es war schon spät, Mitternacht vorbei. Da entdeckte ich an einem Rohrkolben-Stängel eine Bewegung. Langsam kamen Fühler und Beine zum Vorschein.

Libellenlarven verpuppen sich nicht, sondern aus ihnen schlüpft direkt die fertige Libelle.
Sie krabbeln an einem Stängel empor, kleben sich dort fest und steigen dann aus ihrem Larven-Panzer aus. 

Ich war fasziniert und konnte mich gar nicht losreißen von der Beobachtung dieses Wunders der Natur. Über zwei Stunden saß ich wie gebannt und schaute zu - es war eine laue Sommernacht. 
Ich ging ins Bett bevor der Prozess komplett vollzogen war.

Am nächsten Morgen fand ich nur noch eine leere Hülle am Stängel. Farbenfrohe Insekten schillerten bei ihrem Flug über den Teich. Bei jeder Libelle, die ich sah, fragte ich mich, ob sie in dieser Nacht geboren worden war. 

Jede Umarmung, jedes Lachen, jedes Bild auf meinem Handy 
zeigt mir, wie schnell sich alles verändert.

Diese Momente sind mein kleiner Schatz – 
kostbar und nicht selbstverständlich.

Dieser Satz begegnete mir neulich irgendwo. Es stand kein Autor dabei, nur "Zitat einer Oma".

Sofort spürte ich Zustimmung. Wenn ich auf meinem Handy zufällig bei Fotos lande, die 5 oder sogar 10 Jahre alt sind, und dort wahrnehme, wie sich die Menschen seitdem verändert haben - oder wie hoch die Bäume in meinem Garten seitdem gewachsen sind, dann kann ich Zeit förmlich greifen - und die Unausweichlichkeit von Veränderungen, die eigentlich Verwandlungen sind.

Nichts Bedrohliches sondern das Normalste der Welt. Veränderung gehört zu unserem Leben.
Sie ist kein Ausnahmezustand, sondern der Rhythmus des Daseins.

Zwischen Wunsch und Ohnmacht


Diese Sätze hast Du sicher schon oft gesagt:

  • „Da muss sich was ändern!“
  • „So kann das nicht bleiben!“
  • „Hoffentlich wird das bald anders!“

 

Und vermutlich genauso oft auch diese Sätze:

  • „Das muss aber unbedingt so bleiben!“
  • „Das darf auf keinen Fall geändert werden!“
  • „Hoffentlich bleibt es so!“


Sie zeigen deutlich, wie sehr wir Veränderungen manchmal ersehnen - und manchmal fürchten.

Morgen, am Dienstag, findet genau zu diesem Thema mein zweiter Herbst-Impuls-Vortrag statt.

Die Statue Utkieker auf Spiekeroog

Entdecke das Schöne in Veränderungen

Dabei geht es zum einen um Veränderungen, die uns "passieren", die wir uns also nicht gewünscht haben, die unerwartet sind.

Bereits ein verstauchtes Handgelenk behindert beim Socken Anziehen, ein plötzlicher Wintereinbruch bringt den Wochenend-Ausflug durcheinander, die Erkältungswelle wirft die Arbeit von drei Kollegen auch noch auf Deinen Schreibtisch - schon bei kleinen Veränderungen gerät unser Alltag aus dem Takt.
 
Umso größer ist die Wirkung großer, unausweichlicher Veränderungen. Kündigung, schwere Erkrankung, Pflegebedarf für ein Familienmitglied, Trennung vom Partner ... 

Hier wird unsere Akzeptanz gefordert, ein Sich-in-die-neue-Situation-hineinfinden. Das gelingt umso besser, je geübter wir damit sind.

Die Bereitschaft unseres Gehirns, Neues zu lernen, spielt dabei eine große Rolle. Zunächst möchte unser auf Energiesparen orientiertes Gehirn Gewohntes beibehalten. Anpassungen und Lernen benötigen mehr Energie - erst recht, wenn dies nur selten gefordert wird.

Die typische Empfehlung hierzu lautet, dass wir das Zähneputzen mit "der anderen" Hand üben sollen... oder die Standard-Spaziergehrunde mal in umgekehrter Richtung gehen.

Mir gefällt das Ausprobieren eines Lokals mit neuen, ungewohnten Aromareizen wesentlich besser. Libanesisch war für mich eine Offenbarung!

Und mit welchen interessanten und spannenden neuen Reizen hältst Du die Veränderungsfähigkeit Deines Gehirns fit?



Und dann sind da natürlich auch die Veränderungen, die wir uns erhoffen und erbitten.

Wünsche - an die Menschen um uns herum, an den Wettergott, oder an uns selbst. 
Mit den Menschen in Deinem Umfeld wirst Du wohl sprechen müssen, damit sich etwas ändert.
Zum Wettergott habe ich auch keinen guten Draht.

Einen Tipp habe ich jedoch für die dritte Kategorie: Wünsche an uns selbst sind oft wie eine Serie mit vielen Staffeln und endlosen Wiederholungen. Wir möchten uns optimieren, einem Idealbild näher kommen und einfach ein bisschen zufriedener werden - und fallen ganz oft wieder in alte, gewohnte Muster zurück. Das ist anstrengend und frustrierend.

Anfang 2025 habe ich von meiner Kollegin Jasmin Sabine Lotter die Technik der kleinen Schritte (Tiny Habits) kennengelernt.

Damit habe ich Dinge tatsächlich ändern können. Nein - es ist kein Wunder eingetreten. Stattdessen hat es Spaß gemacht, Mini-Änderungen auszuprobieren und mich für die kleinen Erfolge zu feiern. So ist einiges geblieben und zur neuen Gewohnheit geworden; eine, die vorher ein Wunsch war.

Wenn Dich das interessiert, melde Dich bei mir - ich erzähle Dir gern mehr davon.

Neues vom Blog

Ich schreibe gerne in der #Blognacht mit anderen Blogger*innen gemeinsam an einem Thema.
Alle vier Wochen gibt es dieses Event. Vielleicht hast Du schon davon gehört oder bist selbst manchmal dabei.
 
Falls Du mehr wissen möchtest, findest Du hier alle Informationen

Anfang Oktober schrieben wir über "kurzweilig" - bei mir ist dabei ein Text entstanden, in dem ich mich mit den Buchstaben dieses Wortes etwas näher beschäftigt habe: Kurz-weil-ich

Und vier Wochen später ging es um ein Wort, das ich sehr mag und das mich durch schwierige Situationen gut hindurch trägt: TROTZ-DEM

Viel Freude beim Lesen!
Schleierwolken über Maisfeld

Bücher

In meinem Kopf reift momentan das nächste Kapitel für das Buch über meine Mutter. Ich hole mir Anregungen durch Biografien, die ich lese oder per Hörbuch genieße. Nicht immer leichte Kost.

Gerade habe ich das neue Buch von Susanne Abel gelesen "Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104". Es hat mich tief berührt, auch wenn ich von keinem der behandelten Themen selbst betroffen bin.

Sie spannt den Bogen von 1943 bis 2024 - über 4 Generationen - und zeigt die fatalen Langzeitwirkungen von psychischer Gewalt an Heimkindern, Machtmissbrauch von Institutionen und vor allem das Ausgeliefertsein von Kindern, denen sowieso nicht geglaubt wird.

Ihren Erzählstil, die nüchterne und doch so wertschätzende Sprache der Autorin schätze ich sehr.  Absolute Lese-Empfehlung - aber Vorsicht, Triggerwarnung!

Die gute Idee zum Schluss

Diesmal in eigener Sache:
Ich hatte in den letzten beiden Lächel-Lettern erwähnt, dass ich im Dezember persönliche Adventsbriefe schreibe - an jeden, der einen bekommen mag.

Einige von Euch stehen inzwischen auf meiner Liste - ich freue mich schon sehr darauf, Menschen einen Brief zu schreiben, die ich noch gar nicht persönlich kenne.
Ein Abenteuer für beide Seiten - Lächeln garantiert!

Falls Du es bisher überlesen hast - oder es einfach in Vergessenheit geraten ist - hier kommt der letzte Aufruf. Schick mir einfach Deine Adresse

Ausblick - zum drauf freuen

am 27. November kommt der nächste Lächel-Letter zu Dir.
Deine monatliche Portion Lebensfreude!

Es wird um das Thema “Sinn” gehen; mein Monats-Thema für November.

Dann erzähle ich Dir vom dritten und letzten Teil der Vortragsreihe “Finde Sinn und Erfüllung in Deinem Leben” - nach "Entscheidungen" und "Veränderungen" der logische Abschluss.

Freu Dich drauf!


Bis dahin wünsche ich Dir viel inneres Leuchten für den manchmal grauen November.

Finde Deine Form der Lebensfreude! Sei es mit Kerzen, Windspaziergängen oder langen Telefonaten mit Freunden, mit heißem Tee oder leckeren Lebkuchen.
Mach es Dir richtig schön und sei gut zu Dir - denn Du bist es wert - immer!


Alles Liebe

          Lydia

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